DIE Arbeitsagentur,
dein Freund und Helfer



Wie junge Menschen gemeinsam mit Experten den richtigen Beruf finden.

Von Sven Schneider


Nein, der Tag, an dem Sophie aufwacht und genau weiß, was sie einmal werden will, wird wohl nie kommen. Während anderen seit Kindertagen klar ist, dass sie auf jeden Fall Arzt, Anwalt oder Lehrer werden wollen, rätselt die 18-jährige Schülerin noch über den Job, der sie glücklich machen würde.


Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten


Mit solchen Problemen ist Sophie nicht alleine. Viele junge Leute stehen heutzutage ratlos vor dem großen Berg an Möglichkeiten, vor all den unterschiedlichen Berufen, von denen man sich für einen entscheiden soll. 330 anerkannte Ausbildungsberufe gibt es derzeit in Deutschland; hinzu kommen Hunderte weitere, für die man studieren muss – da kann einem schon mal schwindelig werden.


Beratungsgespräch ist nur ein erster Schritt


Anschließend sind die Jugendlichen selbst gefragt. Niemand sollte erwarten, dass er mit einem fertigen Lebensplan aus dem Beratungsgespräch herausspaziert und sich um nichts mehr zu kümmern braucht. Nach dem Termin bei der Arbeitsagentur sollte das „Kümmern“ erst so richtig losgehen. „Wir vereinbaren eine Liste von Berufen, die infrage kommen. Dann geben wir den Jugendlichen Links an die Hand, wo sie Informationen dazu finden, und legen einen neuen Gesprächstermin fest“, so Angst.


In sich selbst hineinhorchen


Gut, dass es Menschen gibt, die Unentschlossenen wie Sophie zur Seite stehen. Eine von ihnen ist Gabriele Angst. Sie ist Beraterin für akademische Berufe bei der Arbeitsagentur Duisburg und unterstützt dort junge Menschen auf dem Weg in den Beruf. Dafür schaut sie nicht einfach ein Zeugnis an und empfiehlt dann irgendeine Ausbildung – bevor sie jemandem Ratschläge gibt, möchte sie ihn erst einmal kennenlernen. „Zuerst erarbeiten wir zusammen ein Profil des Jugendlichen. Welche Ziele er hat, was er schon gemacht, was er für Hobbys hat. So finden wir heraus, was Kriterien für die Berufswahl sind und welche Berufe dazu passen könnten“, sagt Gabriele Angst.


Bewerbungsmappe auf dem Prüfstand


Sollten die Vorstellungen doch schon etwas konkreter sein, werden im ersten Beratungsgespräch bereits offene Ausbildungsstellen sondiert oder Angst hilft bei der Wahl des passenden Studienortes. Und auch im nächsten Schritt leistet die Arbeitsagentur Hilfestellung: „Wir freuen uns immer, wenn die Jugendlichen Bewerbungsunterlagen mitbringen.“ Die Berufsberater prüfen diese dann auf Vollständigkeit und geben wertvolle Tipps, wie die Bewerbung noch besser wird. Bewerbungscheck nennt sich dieser Service, den jede Arbeitsagentur standardmäßig anbietet. Außerdem werden mehrmals im Jahr Seminare zum Thema durchgeführt.


Nicht blind den Eltern nacheifern


Auch wenn sich der Gang zur Arbeitsagentur vielleicht erst einmal komisch anfühlt – sich von einem Fachmann oder einer Fachfrau beraten zu lassen, ist immer eine gute Idee. Schließlich wird man, wenn alles gut läuft, einen Großteil seines Lebens in diesem Job verbringen. Eines sollte man daher auf keinen Fall tun: aus Bequemlichkeit das lernen, was auch Mama oder Papa schon gelernt haben. Es sei denn, man erkennt, dass genau dieser Job perfekt zu einem passt. Nach einem Gespräch mit Gabriele Angst zum Beispiel.

Top-Adressen

www.planet-beruf.de:
Eine gute Informationsquelle zu möglichen Ausbildungsberufen.

www.stellenanzeigen.de:
Hier findet man neben Azubi-Stellen viele wertvolle Tipps und Hilfen für die Bewerbung.

www.berufe.tv:
Auszubildende stellen in kurzen Filmporträts ihren jeweiligen Beruf vor.

www.arbeitsagentur.de:
Internetportal des Arbeitsamtes mit den Seiten des Berufsinformationszentrums: Rund 3200 Berufe werden in Texten und Bildern vorgestellt, dazu gibt es viele nützliche Links.

Interessiert? Hier steht das komplette Dokument zum Nachlesen zur Verfügung.

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